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Siebenschlaf
Siebenschläfer - 1. nach der Legende 7 Brüder in Ephesos, die während einer Christenverfolgung unter Decius (251 n. Ch.) in eine Höhle flohen, dort eingemauert wurden und 446 wieder zum Leben erwachten, um Zeugnis für die Auferstehung der Toten zu geben; 2. größte einheimische Schlafmaus, gehört zu Familie der Bilche, Winterschlaf in Baum- und Erdlöchern dauert 7 Monate, lichtscheu, gibt Kreisch-, Pfeif-, Quietschlaute von sich.
Das Stück kombiniert elektronisch bearbeitete Saxophonklänge, die auf sieben Mehrklängen basieren, mit verschiedenen Typen von Rauschen: Rauschen als Nebengeräusch des Saxophontons (bei manchen Mehrklängen notwendiger Bestandteil des Klangs); durch Griffe gefärbtes Rauschen durch das Instrumentenrohr; Rauschen durch Mikrophonierung; künstliches Rauschen (Radio und Rauschgenerator). Die wattierte eingelullte Klanglichkeit des Rauschens wird mit extrem tiefen Tönen und Geräuschen kombiniert.
Mich interessierte vor allem ein physisch konkretes Hörerlebnis. Die tiefen Bässe können als angenehm empfunden werden, assoziieren aber auch Bedrohliches. Was normalerweise unerwünscht ist - Rauschen, zu tiefe Bässe, Mitvibrieren der Lautsprecher, Nebengeräusche bei der Klangproduktion des Blasinstruments wurde einbezogen. Durch die Verstärkung des Saxophons über mehrere Mikrophone bei einer Live-Aufführung soll das Gefühl unterstrichen werden, sich als Hörende/r ganz nahe am physischen Ursprung des Klangs zu befinden.
> Audio Siebenschlaf (Ausschnitt) 2:31
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